• Buch Elternunterhalt - Grundlagen und Strategien

    Jörn Hauß - Elternunterhalt: Grundlagen und Strategien (Klick auf Bild für Infos)

Elternunterhalt

Wir haben, seit wir die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2005 erstritten haben, mehr als 4.000 Beratungen und Verfahren im Elternunterhalt geführt. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungen im ganzen Bundesgebiet mit Verwaltung und Justiz im Elternunterhalt und beraten persönlich und telefonisch zu Festpreisen.

Elternunterhalt - Berechnungshilfe

Wir stellen Ihnen im Downloadbereich unseren Elternunterhaltsrechner zur Verfügung. Dieser dient der ersten Einschätzung einer eventuellen Unterhaltspflicht.

Elternunterhalt - Prüfungsschema

Ebenfalls im Downloadbereich finden Sie unser Prüfschema zum Elternunterhalt, welches die systematische Bearbeitung eines Unterhaltsfalls erleichtert.

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Was man zum Elternunterhalt wissen sollte

Das Thema Elternunterhalt trifft die meisten unerwartet und verursacht zahlreiche Fragen und Unsicherheiten. Zunächst besteht häufig eine erhebliche Abneigung einer „öffentlichen“ Einrichtung, dem Sozialhilfeträger, die persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse offenzulegen. Und dieser stellt dann auch noch hohe Forderungen, sodass man selbst erheblich finanzielle Einschränkungen befürchtet. So zumindest stellt sich das Thema Elternunterhalt für viele dar. Diese Vorstellungen sind nur zum Teil richtig.

Was muss offengelegt werden?

Es trifft zu, dass den Sozialhilfeträgern meistens Auskunft über die eigenen Einkünfte und das eigenen Vermögen erteilt werden muss. Dabei werden jedoch nicht nur Angaben berücksichtigt, die sich für den Betroffenen negativ auswirken. Angaben zu finanziellen Verpflichtungen können auch die Leistungsfähigkeit des Betroffenen und somit die Forderung mindern.

Lebensstandard und finanzielle Überforderung

Im Bereich des Elternunterhalts gilt die sog. Lebensstandardgarantie. Dies bedeutet, dass niemand verpflichtet ist, für seine Eltern Unterhalt zu zahlen, wenn er hierdurch seinen eigenen finanziellen Lebensstandard gefährdet. Dies drückt sich insbesondere durch relative hohe Sockelselbstbehaltssätze aus.

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Der Sockelselbstbehalt wird zusätzlich um die Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens erhöht. Erst Einkommen über diesen Freigrenzen ist überhaupt anteilig zum Elternunterhalt einzusetzen. Große finanzielle Einschnitte bzw. gar eine finanzielle Überforderung des unterhaltspflichtigen Kindes sind daher nicht zu befürchten.

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Welche Rolle spielt mein Gatte / Partner?

Zunächst ist festzuhalten, dass ein Schwiegerkind keine Unterhaltspflicht gegenüber seinen Schwiegereltern hat. Das Einkommen des Schwiegerkindes kann allerdings, wenn es höher ist als das des Kindes, dessen unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit beeinflussen. Nie fließt aber Geld vom Schwiegerkind zu den Schwiegereltern.

Das Eigenheim

Das selbstbewohnte Eigenheim ist im Elternunterhalt grundsätzlich geschützt. Es muss nicht beliehen oder sogar verkauft werden. Auch dies ist Ausdruck der Lebensstandardgarantie. Zins- und Tilgungsraten für die selbst bewohnte Immobilie mindern das anrechenbare Einkommen und damit die unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit.

Eigenes Vermögen

Zwar muss grundsätzlich Unterhalt auch aus Vermögen gezahlt werden, im Elternunterhalt gilt aber eine hohe Schonvermögensgrenze, auf die der Wert der selbst bewohnten Immobilie nicht angerechnet wird. Im Alter von 55 Jahren steht einem Kind mit einem Jahresbruttoeinkommen von 50.000 € bereits ein Altersvorsorgeschonvermögen von ca. 215.000 € neben der selbst bewohnten Immobilie zu.

Meine Altersvorsorge

Die eigene Altersvorsorge wird, insbesondere auch in Hinblick auf eine eigene mögliche Pflegebedürftigkeit, besonders geschützt. Um ein angemessenes Alterseinkommen der unterhaltspflichtigen Kinder zu erreichen können diese 5% des Bruttoeinkommens aus sozialversicherungspflichtiger und 25% aus nicht sozialversicherungspflichtiger Erwerbstätigkeit vom Erwerbseinkommen abziehen, um eine eigene angemessene Altersvorsorge aufzubauen.

Rückforderung von Geschenken

Eltern wenden Ihren Kindern gelegentlich hohe Vermögenswerte zu (Familienheim, Geld zur Finanzierung einer Immobilie etc.), die dann später zur Finanzierung der Pflege fehlen.

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Solche Zuwendungen werden im Bedarfsfall von den Sozialhilfeträgern zurückgefordert. Meist ist das unberechtigt:

Nach Ablauf von 10 Jahren seit der Übertragung des Vermögensgegenstandes muss dieser ohnehin nicht mehr zurückerstattet werden. Selbst wenn diese Frist noch nicht abgelaufen ist, kann ein übertragenes Haus fast nie zurückverlangt werden und Geld auch nur wenn die Schonvermögensgrenze überschritten ist.

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Was kann vom Einkommen abgezogen werden?

Um die Lebensstandardgarantie zu sichern, können vom Einkommen zusätzlich großzügige Abzüge vorgenommen werden:

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vorrangige Unterhaltspflichten gegenüber den eigenen Kindern oder geschiedenen Ehegatten;

Kosten des Wohnens, soweit sie 430 / 860 € übersteigen;

Zins- und Tilgungsleistungen für Kredite, die vor Entstehen der Unterhaltspflicht aufgenommen wurden oder deren Aufnahme nach Entstehen der Unterhaltspflicht erforderlich war, um Ersatzinvestitionen finanzieren zu können;

Krankenzusatzversicherungen oder notwendige Behandlungskosten, die von der Krankenversicherung nicht gezahlt werden;

Fahrtkosten für Besuche bei den betagten oder pflegebedürftigen Eltern;

5% bzw. 25% vom Bruttoeinkommen für die Altersvorsorge. Die Anlageform ist freigestellt, die Rücklage muss aber dem Sozialhilfeträger nachgewiesen werden.

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So unterstützen wir Sie:

Persönliche Erstberatung
Bei einer persönlichen Erstberatung in unserer Kanzlei informieren wir Sie vollumfänglich über das Thema Elternunterhalt. Dabei entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen die optimale Strategie für Ihre individuelle Situation.

Telefonische Erstberatung
Sie müssen jedoch nicht unbedingt zu uns nach Duisburg kommen und können sich die Anreise sparen, denn auch eine telefonische Erstberatung ist problemlos möglich.

Leistungsfähigkeitsprüfung
Sowohl bei einer persönlichen als auch einer telefonischen Erstberatung führen wir eine erste Leistungsfähigkeitsberechnung durch. Sie können dann bereits einschätzen, welche finanziellen Belastungen auf Sie zukommen. Oft kann man durch einfache Maßnahmen im Vorfeld einer unterhaltsrechtlichen Inanspruchnahme ein für Sie günstigeres Ergebnis erreichen.

Kosten der Erstberatung
Unabhängig von der Art der Erstberatung kostet Sie diese inklusive einer umfangreichen schriftlichen Leistungsfähigkeitsberechnung pauschal 250 € zzgl. MwSt. Beratungsgebühr (insgesamt 297,50 €).

Prüfung einer Unterhaltsforderung und Vertretung gegenüber der Behörde
Selbstverständlich prüfen wir auch bereits erhaltene Unterhaltsforderungen und vertreten Sie sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich gegenüber den Sozialhilfeträgern.

Anwaltskanzlei Hauß & Nießalla

Vom-Rath-Straße 10
47051 Duisburg

Telefon: (02 03) 28 68 70
Telefax: (02 03) 28 68 777